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Internationale GesundheitsnotlageZahl der Ebola-Fälle im Kongo übersteigt 10.000

Der aktuelle Ebola-Ausbruch wächst besonders schnell. Bisher wurden in der Demokratischen Republik Kongo bereits mehr als 10.000 Infektionen registriert, fast 4.900 Menschen sind den Angaben zufolge seit Bekanntwerden des Ausbruchs Mitte Mai an Ebola gestorben.

Mikroskopische Aufnahme des Ebola-Virus

Goma. In der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der gemeldeten Ebola-Fälle auf 10.060 gestiegen. Das teilten die Gesundheitsbehörden des zentralafrikanischen Landes mit. 4.887 Menschen sind den Angaben zufolge seit Bekanntwerden des Ausbruchs Mitte Mai an Ebola gestorben. Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC spricht von dem am schnellsten wachsenden Ebola-Ausbruch der Geschichte.

Auch im ostafrikanischen Kenia und westafrikanischen Nigeria sind mittlerweile Ebola-Fälle der hochansteckenden Bundibugyo-Variante des Virus bestätigt worden. In Kenia wurden bislang neun Infektionen, darunter zwei Todesfälle bestätigt, nachdem ein Patient aus dem Kongo via Uganda in die Hauptstadt Nairobi gereist war.

Die Patientin in Nigeria, Ehefrau eines Schweizer Diplomaten, war nach einer Reise in das ostafrikanische Uganda erkrankt. Wo genau sich die Schweizerin mit Ebola infiziert hat, wird nach Angaben der Gesundheitsbehörden noch untersucht. Die Patientin wurde in die Schweiz ausgeflogen.

Der aktuelle Ausbruch ist auch deshalb besonders schwer einzudämmen, weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Zudem ist in der Anfangsphase einer Ansteckung mit dem Bundibugyo-Erreger leicht eine Verwechslung etwa mit einer Malaria-Erkrankung möglich. Das kann zu einer verspäteten Isolation und Behandlung der Patienten beitragen.

Seit Juli laufen klinische Versuche zur Testung zweier antiviraler Therapieverfahren. In zwei weiteren Versuchsreihen wird zudem untersucht, ob der Ebola-Impfstoff Ervebo® auch vor dem Bundibugyo-Typ schützt. Ervebo® ist bisher nur für den Einsatz bei Ausbrüchen des Typs Ebola-Viruskrankheit – früher Zaire-Ebolavirus genannt – zugelassen und empfohlen.

Bereits in wenigen Wochen könnten zusätzliche Tests mit zwei Impfstoffen beginnen, die eigens gegen Bundibugyo entwickelt wurden, wie eine WHO-Vertreterin im Kongo mitteilte.

Quelle: dpa

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